Von Schreibblockaden und Ideenlosigkeit

Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen. – Mark Twain

Schon als ich vor vielen Jahren angefangen habe, zu lesen, wollte ich selbst ein Buch schreiben. Als ich angefangen habe, am Computer zu arbeiten (im Zuge einiger Informatik-Stunden in der Grundschule), habe ich meine erste Kurzgeschichte (damals für mich noch mein erstes Buch) verfasst:

 

Der traurige Osterhase

Heute ist Fridolin mal wider in der Schule, da lernen sie wie mann die Ostereier anmalt, das ist toll. Sie kriegen jeden Tag frisch gelegte Eier. Blos bei dem kleinen Fridolin klabt es einfach nicht. Er grübelt hin und her da fällt ihm was ein. Er fragt Morgen das Huhn das Ihnen jeden Tag Eier bringt.

 Am nächsten Morgen:

Das Huhn meinte:“ Ich denke du soltest es deinen Lehrer…! “ „Nein!!!“ , sagte Fridolin. Warum

nicht?“ , fragt das Huhn. „Weil er mich sonst wieder

schinpft.“ „ Er schinpft dich?“ „ Ja!“ „ Du musst gar nicht

hin hören. Aber er sagt doch immer:“ Hörst du mir eigentlich zu?“ Und ich sag immer:“ Ja!“ Er ging heim und erzählt es seiner Mutter und Vater die sagten das gleiche wie das Huhn.

 

Schreibblockade 2

Ja, das ist die Originalgeschichte, die ich meinen Großeltern zu Ostern geschenkt habe. Jedenfalls waren das meine ersten wackeligen Schritte als Schriftstellerin, Autorin oder wie auch immer du es nennen willst.

Später hatte ich dann viele Ideen für Bücher, aber ich habe keine vollendet. Bei den meisten bin ich nicht über die ersten fünf Seiten hinausgekommen. Dann vor zwei oder drei Jahren hatte ich wieder eine Idee für eine Story und habe ohne großen Schreibplan, ohne Charakterisierungen und ohne Storyline angefangen zu schreiben. Ich hätte wirklich nie gedacht, dass dieses Buch jemals fertiggestellt wird. Ich habe vermutet, dass es so läuft, wie bei den Ideen zuvor auch.

Aber ich habe mich getäuscht. Vor ungefähr einem Jahr, habe ich das letzte Wort des Epilogs auf der 152. Seite geschrieben, den Punkt gesetzt und war der glücklichste Mensch auf dieser Welt. Ich hatte es wirklich geschafft. Ich hatte eine Idee zu Papier gebracht und ein ganzes Buch daraus gemacht.

Allerdings muss man sagen, dass fast zwei Jahre schon eine lange Zeit für 152 Seiten ist. Wie wahrscheinlich bei jedem Autor gab es auch bei mir Höhen und Tiefen. Ich habe zwischendurch mindestens ein halbes Jahr mal keinen einzigen Buchstaben getippt, weil ich einfach eine Schreibblockade hatte. Ich hab damals alles ausprobiert, um wieder Ideen und die nötige Motivation zu bekommen, doch so eine Blockade braucht Zeit und ich habe abgewartet. Und sie ging wirklich vorbei und ich habe mein Buch vollendet.

Ähnliche Schreibblockaden habe ich auch immer wieder, wenn es um meinen Blog geht. Gestern zum Beispiel (wie ich schon bei meinen Sunday Thoughts erwähnt habe), habe ich ewig nach einem Thema gesucht. Vielleicht haben manche Blogger oder Autoren ein Mittel gegen diese Ideenlosigkeit, ich habe aber leider noch nichts gefunden.

Schreibblockade 3.jpg

Dann, als ich endlich fertig war mit meinem Buch, ging die Suche nach einem Verlag los. Ich habe mein Manuskript gefühlte hundertmal verschickt und von einigen Verlagen (oder eher Druckereien) auch Antworten bekommen. Viele hätten meine Idee in ihr Programm aufgenommen, aber leider hätte ich dafür ein Vermögen hinblättern müssen (zwischen 1.500€ und 2.500€). Dieses Geld hatte ich einfach nicht und wollte es auch nicht aufbringen.

Ich hab die ganze Sache dann erst einmal ruhen lassen und mir gedacht, dass ich es irgendwann einmal veröffentlichen werde, wenn ich das nötige Geld dazu habe. Doch Anfang dieses Jahres habe ich noch einmal im Internet nach günstigen Verlagen gestöbert und sogar etwas gefunden. Books on Demand. Ein Verlag, der keine bestimmte Auflage produziert, sondern nur druckt, wenn eine Bestellung eingeht. Ich musste zwar das Layout, Lektorat und Titelbild selbst machen, aber das war es mir wert.

Ich habe jetzt einmalig 19€ gezahlt, dafür, dass mein Buch im Verzeichnis lieferbarer Bücher und in vielen Onlineshops (auch international) aufgelistet ist und von Buchhändlern bestellt werden kann. Außerdem gibt es das Buch auch als E-Book.

Schreibblockade 4.jpgMir ist natürlich klar, dass ich damit keine hohen Umsätze machen und ganz sicher auch nicht reich werde, aber ich liebe das Schreiben und will mein Buch einfach auch anbieten, egal ob es einer, zehn oder hundert Leute kaufen.

Momentan sitze ich auch schon an meinem zweiten Buch. Für das habe ich allerdings einen Schreibplan (also den in Stichpunkten zusammengefassten Inhalt) geschrieben, die Personen vorab schon charakterisiert (mit Platz für Ergänzungen und Änderungen) und ich führe parallel eine Storyline, sodass ich später noch weiß, was ich in den einzelnen Kapiteln alles geschrieben habe. Ich stecke zwar gerade wieder in einer kleinen Schreibkrise, aber da komme ich bestimmt bald wieder raus. Und vielleicht schaffe ich dieses Buch sogar noch dieses Jahr und nicht erst in zwei Jahren.

So, und jetzt noch etwas Eigenwerbung: Hier kannst du in mein Buch ein bisschen reinlesen und es natürlich auch kaufen.

Dann bis bald, deine

 

Angela ❤

8 Gedanken zu “Von Schreibblockaden und Ideenlosigkeit

  1. lunaewunia sagt:

    Hallöchen 🙂
    Ich kann mir gut vorstellen, wie glücklich du gewesen sein musst, als es endlich fertig war… Meinen größten Respekt dafür! Es ist auch mein Traum ein Buch zu veröffentlichen… Momentan arbeite ich an einer vielversprechenden Idee… Mit schreibplan und allem pipapo… Habe aber auch mit einer Blockade zu kämpfen. Ich glaube, das einzige was hilft, ist einfach weiter schreiben. Ich versuche meistens Interviews von meinen lieblings Autoren oder inspirierende Blogger mir anzusehen… Aber ansonsten… Eben einfach weiter schreiben. Selbst wenn das, was man schreibt, im Müll landet. Doch ich glaube, so verhindert man, dass man komplett aus seiner Geschichte raus kommt. Mir hilft sehr dass ich mit meinem besten Freund eine Vereinbarung getroffen habe… Wir müssen täglich minimum eine halbe Stunde na unseren Projekten arbeiten und dann einander Rechenschaft ablegen. Das ist auf jeden Fall ein guter Weg, irgendwie an der Story dran zu bleiben…
    Und was die zwei Jahre für die hundertfünfzig Seiten angeht… Deswegen würde ich mich nicht fertig machen. Manche Dinge müssen Reifen… Und wenn man nebenbei noch einen Job und leben zu meistern hat, da muss es einfach seine Zeit dauern 😉
    Liebe Grüße von der Luna ❤

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    1. Angela sagt:

      Hey Luna,
      Ja ich sitze ja wieder an einem Buch und diesmal hab ich mir auch eine Deadline gesetzt. Meine beste Freundin unterstützt mich auch sehr und auch sie sitzt an einem Buch, deshalb motivieren wir uns meistens gegenseitig.
      LG Angela

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      1. lunaewunia sagt:

        Das ist doch schön zu hören! Ich finde es auch sehr schwer sich allein da durch zu Boxen… Um so besser, wenn man gleich gesinnte im Freundeskreis hat ^^

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      2. Angela sagt:

        Ja stimmt. Meine Freundin und ich korrigieren auch immer gegenseitig unsere Bücher und machen Vorschläge für den Inhalt

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