In der goldenen Stadt

Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen. – Franz Kafka

Wie ich beim letzten Update von meinem SuB schon erwähnt habe, war ich das letzte Wochenende in Tschechien mit unserem Schulorchester. Wir sind am Donnerstag nach der Schule losgefahren und waren erst in Pilsen, dann in Prag und am Schluss noch in Krumau.

Wie gesagt sind wir am Donnerstag Mittag mit dem Bus losgefahren, nachdem alle Koffer und Instrumente verladen waren. Nach vier Stunden Bus fahren, Singen, Spielen und einer Pause waren wir dann endlich in Pilsen. Dort luden wir alles wieder aus und gingen in unser Hotel. Das war allerdings leider nicht mehr als ein Studentenwohnheim, das auch als Hostel fungiert. Aber ich muss sagen, dass ich als Student niemals dort leben wollte. Hier sind ein paar Fotos von unserem Zimmer:

Wir haben dann relativ schnell nach unserer Ankunft gegessen. Es gab Schnitzel mit Pommes. Und ob du es glaubst oder nicht, ich habe an diesem Abend erfahren, wie viel man an diesem Gericht falsch machen kann. Ich bin auch kein großes Talent im Kochen, aber sogar ich bekomme das hin. Zumindest besser als dieses Hotel. Die Pommes waren hart und daher ungenießbar und das Schnitzel ging auch nur runter, weil ich ziemlich Hunger hatte. Glücklicherweise waren wir in Pilsen nur eine Nacht. Am Abend waren wir zusammen noch in einem Pub, aber leider bekommt man Alkohol in Tschechien erst ab 18 Jahren und so blieben die meisten von uns bei anti-alkoholischen Getränken.

Das Frühstück war auch nicht unbedingt ein Highlight und als wir dann endlich wieder ausgecheckt haben nachdem wir noch eine Diskussion wegen einer kaputten Tür hatten (die war anscheinend neu und wegen uns kaputt) fuhren wir weiter zu einem Gymnasium in Pilsen.

Dort haben wir den ganzen Vormittag lang geprobt, erst allein und später noch mit dem Pilsener Schulchor. Um halb zwölf haben wir dann gemeinsam ein Konzert für einige Schüler gespielt mit Stücken wie Die Sinfonie aus der neuen Welt von dem Tschechen Antonín Dvorák oder dem Bolero von Maurice Ravel. Es waren auch die beiden Lieder Viva la vida von Coldplay und I will follow him aus dem Musical Sister Act dabei, bei denen wir den Chor begleitet haben. Das Konzert lief ziemlich gut und danach hatten wir noch ein bisschen Freizeit in der Stadt, bevor wir weiter nach Prag gefahren sind.

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Nach der knapp zweieinhalbstündigen Fahrt waren wir auch schon an unserem Hotel, was diesmal auch als solches zu erkennen war. Und nach langem Warten draußen in der Kälte, weil die Lobby zu klein für uns alle war, konnten wir unsere Zimmer beziehen. Es waren große saubere Räume allerdings ohne Bad, es gab Gemeinschaftsbäder auf jedem Gang, die jetzt nicht die allerschönsten, aber vollkommen okay waren.

Das Essen im Hotel war auch in Ordnung. Auf jeden Fall hundertmal besser als in Pilsen, was aber auch nicht sonderlich schwer war. Nach dem Essen sind wir dann mit der Tram zum Theater gefahren. Wir haben an diesem Abend nämlich eine Inszenierung des Kleinen Prinzen angeschaut. Die Vorstellung war zwar auf Tschechisch, aber an den Seiten wurden Englische und Deutsche Untertitel eingeblendet. Ich persönlich fand die Inszenierung echt gut. Sie wurde mit Tanz- und Musikeinlagen unterlegt und die Schauspieler waren in meinen Augen auch gut.

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Als wir wieder im Hotel waren, konnte jeder machen, was er wollte und wir (also ein paar der Älteren) haben uns noch in einem Zimmer getroffen und gequatscht und gesungen (was die Nachbarn vielleicht nicht soo toll fanden).

Am nächsten Morgen mussten wir wieder relativ früh raus, weil wir eine Stadtführung hatten. Eine Stadtführung von drei Stunden bei -7ºC zu Fuß durch Prag mit einem Stadtführer, der nicht sonderlich kompetent war. Man hat ihm nicht zuhören können, erstens wegen des Wetters und zweitens wegen ihm selbst. Es war einfach todlangweilig und scheiße kalt.

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Bei unserer Mittagspause konnten wir uns dann wenigstens wieder ein bisschen aufwärmen und danach hatten wir die Wahl zwischen einem Museumsbesuch und der Fahrt zurück ins Hotel. Ich bin mit ein paar anderen und unserer Lehrerin zurück zum Hotel gefahren. Doch nicht einmal eine heiße Dusche hat mich wieder aufgewärmt. Den restlichen Nachmittag haben wir dann wieder mit Singen und Spielen in einer kleinen Gruppe verbracht, weil in einem Zimmer ein Klavier stand.

Nach dem Abendessen ging es dann wieder mit der Tram zu einem klassischen Konzert. Allerdings war das ein ziemlicher Reinfall. Wir haben uns alle schön angezogen und mussten dann feststellen, dass es in dem Raum, in dem das Konzert stattfand ungefähr drei Grad wärmer war als draußen. Außerdem war es auch kein großes Orchester sondern lediglich ein Quintett und es waren weniger Zuhörer da, als bei unseren Schulkonzerten.

Naja, als wir dann wieder im Hotel waren, haben wir uns in unserer Gruppe wieder getroffen und wir durften in den Speisesaal an das Klavier, sodass wir auch bis spät in die Nacht noch spielen uns singen konnten.

Nach nur ein paar Stunden Schlaf mussten wir dann auch schon wieder abreisen und sind weiter nach Krumau gefahren. Dort hatten wir eine kurze Stadtführung, die im Gegensatz zu der in Prag echt interessant und gut war. Danach hatten wir wieder eine Mittagspause und sind anschließend zurück nach Hause gefahren.

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Es war trotz der kleinen Unannehmlichkeiten eine sehr schöne Fahrt und wir hatten glaube ich alle eine gute Zeit.

Bis bald, deine

 

Angela ❤

3 Gedanken zu “In der goldenen Stadt

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