Wer die Nachtigall stört

Nie versteht man jemanden wirklich, solange man sich nicht in ihn hineinversetzt, dessen Haut überstreift und darin herumspaziert. – Harper Lee („Wer die Nachtigall stört“)

Amerika in den 30er Jahren. In die idyllische Südstaaten-Kindheit der achtjährigen Scout und ihres älteren Bruders Jem drängt sich die brutale Wirklichkeit aus Vorurteilen und Rassismus. Scouts Vater Atticus, ein menschenfreundlicher Anwalt, soll den schwarzen Landarbeiter Tom Robinson verteidigen, der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat. Tapfer versuchen Scout und ihr Bruder, das demokratische Gerechtigkeitsempfinden ihres Vaters zu unterstützen, und geraten dabei selbst in große Gefahr.

Das Buch Wer die Nachtigall stört von Harper Lee erzählt beeindruckend und authentisch vom Leben und Rassismus in den USA der 30er Jahre. Die Geschichte, die in der Ich-Perspektive aus Sicht der Protagonistin Scout erzählt wird, deckt die Rassentrennung und Diskriminierung im 20. Jahrhundert auf. Scout und ihr Bruder, geprägt vom Denken des Vaters, ein Anwalt, versuchen dieses Gedankengut der Menschen zu der Zeit zu verstehen. Doch letztendlich merken sie selbst, dass es falsch ist und dass wir alle letztlich nur Menschen sind und unsere Nation die Welt ist.

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Es ist ein wirklich gut geschriebenes Buch, das nicht unbedingt ein Happy End aufweist. Es regt zum Lachen, Weinen und vor allem zum Nachdenken an.

People generally see what they look for, and hear what they listen for.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Ein achtjähriges Mädchen, das ohne Mutter aufwächst, versucht die Beweggründe der Menschen ihrer Zeit zu verstehen. Scout vergöttert ihren Vater, der die wichtigste Bezugsperson in ihrem Leben ist und ein Vorbild für ihre eigene Denkweise. Fernab von Rassismus, Diskriminierung und Rassentrennung. Sie ist wie alle Kinder: Gnadenlos ehrlich und wissensdurstig beim Versuch die Welt um sie herum zu entdecken und zu begreifen.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der einmal etwas Anderes als Liebesgeschichten oder Fantasyromane lesen möchte. Man bekommt einen Einblick in das Amerika der 30er Jahre und in das Kleinstadtleben von Maycomb, Alabama.

 

Alles auf einen Blick:

  • Titel: Wer die Nachtigall stört
  • Autor: Harper Lee
  • Verlag: Rowohlt Rotfuchs
  • Seitenzahl: 446 Seiten
  • Übersetzer: Claire Malignon (überarbeitet von Nikolaus Stingl)
  • Rating:  Rating Rezensionen

 

Viel Spaß beim Lesen und bis bald, deine

 

Angela ❤

2 Gedanken zu “Wer die Nachtigall stört

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