Bestseller – gut oder mainstream?

Gezackte Berge, erotische Dreier, achtsame Wölfe und jede Menge Hitlerwitze – beim Bestseller herrscht Vielfalt. – Harald Martenstein

Heute in der Schule haben wir die Aufgabe bekommen, auf der Grundlage eines Textes von Harald Martenstein, darüber nachzudenken, ob man sich von Bestsellerempfehlungen bei seiner Bücherwahl beeinflussen lassen soll. Martenstein schreibt für Die Zeit und hat eine eigene Radio-Kolumne bei 1live.

Der Text, den wir gelesen haben, handelt von den deutschen Bestsellern und ob die Autoren dieser Bücher wirklich gute Schreiber sind. Ich persönlich finde seine Argumentation ziemlich gut, da er der Meinung ist, dass viele Autoren von den Bestsellerlisten eigentlich keine guten Autoren sind, stilistisch gesehen. Als treffendes Beispiel hat er Dan Brown, den Bestseller-Autor schlechthin gewählt:

Dieser Autor hält es für nötig, fast jedes Hauptwort mit einem Adjektiv zu versehen, meist ein Zeichen für stilistischen Dünnpfiff […]

Der Satz, auf den Martenstein hier Bezug nimmt stammt aus dem Buch Origin von Dan Brown: Während die historische Zahnradbahn sich mühsam ihren Weg den schwindelerregend steilen Hang hinaufkrallte, blickte Edward Kirsch auf die gezackten Bergspitzen hoch über ihm.

Und ich muss ihm hier wirklich Recht geben. Ich habe zwar noch nie ein Buch von Dan Brown gelesen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass seine Bücher nicht ganz oben auf meiner Wunschliste stehen. Wenn sie da überhaupt draufstehen.

Bestseller 2.jpg

Aber um noch einmal auf die Aufgabenstellung vom Anfang zurückzukommen: Meine persönliche Meinung dazu ist so, dass ich nicht empfehlen würde, beim Bücherkauf nur auf Bestseller zu schauen. Ich habe es letztens erst wieder gemerkt, als ich beim Shoppen im Hugendubel war. Da stehen immer diese Tische, mit den neuesten Büchern und Bestsellern, von denen es unendlich viele Exemplare zu kaufen gibt. Ich schaue da schon kurz mal drauf, aber dann widme ich mich auch den Regalen, in denen die älteren und unbekannteren Bücher stehen.

Da habe ich schon so manches Meisterwerk gefunden, das bis heute zu meinem großen Bedauern keine wirkliche Aufmerksamkeit bekommen hat. Ein Beispiel dafür wäre Draußen wartet die Welt von Nancy Grossman. Da war ich im selben Laden, wie letztes Wochenende und habe die Regale durchgesehen. Und da bin ich auf dieses unglaubliche Buch gestoßen.

Außerdem finde ich, dass mittlerweile auf so vielen Büchern ein Bestseller-Aufkleber zu finden ist, dass man den Eindruck bekommen könnte, dass jedes zweite Buch ein sogenannter Bestseller ist.

Mein Fazit ist also: Man kann schon mal einen Blick auf diese Bestsellerlisten werfen, aber letztendlich sollte man sich seine eigene Meinung über Bücher bilden und nicht auf die der anderen vertrauen. Denn oft sind das sehr einfach gehaltene Bücher ohne großen stilistischen Aufwand, die für die breite Masse geeignet sind, aber nicht für den anspruchsvollen Leser. Also lass dich nicht so leicht beeinflussen und vertraue auf deinen Geschmack!

Bis bald, deine

Angela ❤

3 Gedanken zu “Bestseller – gut oder mainstream?

  1. Tabea sagt:

    Ich kaufe selten Bestseller, weil ich eine unerklärliche Abneigung gegen alles habe, was viele Leute gut finden.
    Nur auf Bestsellerlisten zu achten, käme also für mich nicht in Frage. Vor allem, da ich inzwischen gern auch Bücher aus dem self publishing lese.
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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