Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Wir hatten einen Weg gefunden, im Riesenrad zu fahren, ohne das Riesenrad zu erwähnen. – John Green („Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“)

Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Problemen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedanken beherrschen. Doch als eine Hundertausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Vielleicht kann sie trotz ihrer Ängste mehr sein als nur eine gute Tochter und Schülerin – zumindest eine gute Freundin. Aza versucht es, und überwindet gemeinsam mit Daisy nicht nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu Pickett, sondern auch große Gegensätze, die sie von seinem Sohn Davis trennen. Für Aza wird es eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale.

Ich habe schon öfter über John Green erzählt, auch in meinem letzten Beitrag zur Entwertung seiner Literatur. Und natürlich hab ich als Fan auch sein neuestes Buch, Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken, gelesen. Ich habe es zu Weihnachten geschenkt bekommen und sofort angefangen. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich mir ein bisschen mehr erwartet hatte.

Es ist auf keinen Fall schlecht, ich habe wahrscheinlich mittlerweile nur zu hohe Ansprüche an die Werke von John Green. Ich würde es unter den anderen Büchern, wie z.B. Eine wie Alaska, Margos Spuren und natürlich Das Schicksal ist ein mieser Verräter einstufen.

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Es ist sehr tiefgründig und gut geschrieben, keine Frage. Allerdings haben die Handlungen irgendwie keine Struktur. Es kommt einem vor, als wäre jedes Kapitel eine eigene Kurzgeschichte, zwar mit denselben Charakteren, aber trotzdem alleinstehend. Es ist sehr schwierig zu erklären, was ich davon halte.

Das Thema, das das Buch behandelt, ist allerdings sehr gut gewählt. Es geht um ein Mädchen mit Angststörungen und Neurosen. Durch die Danksagung kommt heraus, dass John Green selbst in psychiatrischer Behandlung war, was wahrscheinlich ausschlaggebend für diese Geschichte war.

Auch findet man, wie meistens bei John Green, kein richtiges Happy End. Das Buch hat seinen Höhepunkt, an dem alles gut zu sein scheint und dann geht alles wieder bergab. Am Ende müsste man enttäuscht sein, aber wer seine Bücher kennt, ist darauf vorbereitet und nimmt es so hin. Es ist zwar traurig, aber genau das ist es ja, was seine Werke so besonders macht.

Alles in allem kann ich sagen, dass es gut ist, aber eben nicht so gut wie seine anderen Bücher.

 

Alles auf einen Blick:

  • Titel:   Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
  • Autor:   John Green
  • Verlag:   Hanser
  • Seitenzahl:   281 Seiten
  • Übersetzer:   Sophie Zeitz
  • Rating:   rating 4

 

Viel Spaß beim Lesen und bis bald, deine

 

Angela ❤

Bilderquellen: privat, Pixabay

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