Istrien – Das Land der Ziegen

Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren. – André Gide

Noch letztes Jahr habe ich mir gewünscht, dass unsere alljährliche Jugendfahrt dieses Jahr nach Kroatien geht und siehe da: unsere Gebete wurden (von unserem Pfarrer) erhört und wir waren letzte Woche in Istrien.

Wir waren dieses Jahr sogar 27 Jugendliche und vier „erwachsene“ Begleitpersonen. Nach unserem Zugerlebnis im letzten Jahr haben wir uns für eine komfortablere Reiseform entschieden und sind am Pfingstsonntag spät abends mit dem Reisebus losgefahren.

Nach neun Stunden Fahrt und drei Grenzübergängen kamen wir dann endlich in unserer Ferienanlage in Istrien an. Sie lag bei dem Ort Tar, einer kleinen Stadt und etwas über Porec. Das Gelände war riesig und es gab verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten. Doch bis wir unsere Zimmer beziehen konnten, gingen wir noch für ein paar Stunden hinunter zum Strand.

Leider gibt es in Kroatien fast nur Steinstrände, was den Liegekomfort erheblich einschränkt 😉 . Dafür ist aber das Wasser unglaublich klar und schön. Nach einem kleinen Mittagessen konnten wir dann endlich in unsere Zimmer. Diese waren völlig in Ordnung für uns. Nicht übermäßig schön, aber sauber, es gab bequeme Betten und einen Balkon.

Nachdem wir uns dann eingerichtet hatten und einmal nach Kneipp geduscht hatten (es wechselte immer zwischen eiskalt und 100°-heiß), trafen wir uns an der Rezeption um den (ich zitiere) „kurzen Weg nach Tar“ anzutreten. Laut unseren Informationen sollte dieser „nur“ eine halbe Stunde dauern. Letztlich waren wir nach einer guten Stunde vollkommen durchgeschwitzt (es waren gut und gerne 30°C) doch in dem Ort angekommen und gingen zur Kirche, wo wir unseren ersten Gottesdienst feierten.

Nach einem kurzen Supermarktbesuch gingen wir den weiten Weg dann wieder zurück und beschlossen, das nächste Mal den Bus zu nehmen, der an diesem Tag aufgrund seiner Lenkzeiten leider nicht mehr fahren durfte.

Am Abend aßen wir dann das erste Mal vom Buffet und anschließend hielten wir unser Abendgebet mit einer kurzen Vorstellungsrunde, da sehr viele neue Gesichter dabei waren.

Am Dienstag fuhren wir mit dem Bus nach Pula, wo schon unsere farbenfrohe Stadtführerin Sarah Kim auf uns wartete. Im Zuge der Stadtführung haben wir auch in Grüppchen eine Stadtrallye gemacht. Man muss sagen, dass die Führung interessant war und Pula überhaupt eine wunderschöne Stadt ist.

Nach einer Stunde Freizeit in der Stadt fuhren wir dann zurück um den restlichen Tag am Strand zu verbringen. Nach dem Abendgebet und -essen hatten wir (wie jeden Tag) Freizeit, in der ich meistens mit einer Freundin noch spazieren gegangen bin.

Am Mittwoch ging es schon früh los, denn wir wollten zum Hafen um mit dem Schiff zu den Brioni-Inseln zu fahren. Dort hatten wir dann auf der größten Insel des Archipels eine Führung, die eine Inselrundfahrt, einen Besuch im Nationalpark, die Besichtigung eines Museums zur Geschichte der Insel und des jugoslawischen Präsidenten Tito und einen Spaziergang im mediterranen Garten beinhaltete.

Der Donnerstag war sehr entspannt. Wir hatten den ganzen Tag Freizeit, konnten also auf der Ferienanlage tun, was wir wollten. Die meisten waren am Strand und haben gebadet oder Volleyball gespielt. Vor dem Abendessen hatten wir dann wieder einen Gottesdienst in Tar, diesmal fuhren wir allerdings mit dem Bus dorthin.

Am Freitag, unserem vorletzten Tag in Istrien, machten wir eine Wanderung durch (ich zitiere) „ein Paradies für Allergiker“. Die Wanderung war nach unserem Erlebnis letztes Jahr im Dschungel allerdings dieses Mal geführt und so konnten wir uns sicher sein, dass der Trampelpfad wirklich dort hinführte, wo wir hinwollten. Nämlich zu der Ruinenstadt Dvigrad.

Nach einer kurzen Besichtigung der zerstörten Stadt fuhren wir weiter nach Rovinj. Dort hatten wir eine kurze Führung hinauf zur Kirche auf dem Berg und dann noch etwas Freizeit. Rovinj ist für mich die schönste Stadt Kroatiens (von denen, die ich bisher gesehen habe). Ich war dort vor einigen Jahren schon mit meinen Eltern. Die Stadt wurde von den Veniziern geprägt und somit fühlt man sich fast wie in Italien. Überall sind kleine und enge Gassen und die Häuser wurden teilweise direkt ans Wasser gebaut.

Am Samstag ging es leider schon wieder zurück. Wir hatten bis zum Nachmittag noch Freizeit nachdem wir die Zimmer geräumt und den Bus beladen hatten. Doch dann fuhren wir ein letztes Mal nach Tar zum Gottesdienst und zum Einkaufen und dann zurück nach Deutschland.

Leider war das die letzte Jugendfahrt mit unserem Pfarrer, da dieser Ende diesen Jahres die Pfarrei wechselt. Er hat nun sechs Jugendfahrten organisiert, wobei ich nur bei vier dabei war. Doch immer war es sehr schön und wir werden diese Zeit sehr vermissen, vor allem die, die jedes Jahr dabei waren.

So viel zu meinem Reisebericht aus Kroatien, bis bald, deine

Angela ❤

Bilderquelle: privat

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