Sunday Thoughts #14

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Am Ende wird alles gut werden und wenn noch nicht alles gut ist, dann ist es noch nicht am Ende.

Oscar Wilde

Ich habe lange überlegt, ob ich etwas zur Corona-Krise hier schreiben soll. Und letztlich bin ich zu dem Schluss gekommen, es nicht zu tun. Wir hören in letzter Zeit von nichts Anderem mehr und das verbreitet nur noch mehr Panik, meiner Meinung nach. Nur eins: bleibt zuhause, lest ein gutes Buch, schaut Serien oder Filme und minimiert eure sozialen Kontakte. Dann sind wir da alle umso schneller wieder draußen.

Trotzdem will ich heute meine Gedanken mit euch teilen. In letzter Zeit gab es (auch aufgrund von Corona) viele Veränderungen beziehungsweise stressige Situationen in meinem Leben. Und eine beschäftigt mich ganz besonders, auch wenn sie nichts mit dem Virus zu tun hat. Ich werde es nicht explizit hier ansprechen, aber zumindest meine Gefühle darüber.

Einsamkeit. Ich fühle mich allein gelassen, obwohl ich noch nicht einmal allein bin. Es steht lediglich die Möglichkeit im Raum. Ich mache mir schon wieder viel zu viele Gedanken. Aber ich will nicht, dass er geht.

Ich übertreibe. Selbst wenn er geht, bin ich nicht allein. Ich muss ihn gehen lassen, wenn er will. Es wird uns beiden danach vermutlich besser gehen. Trotzdem will ich es nicht. Ich fühle mich egoistisch deswegen. Aber ich kann nicht anders. Er sollte das tun, was ihn glücklich macht, aber mich dabei bitte nicht verlassen.

Trotz der derzeitigen Situation beschäftigt mich das viel mehr.

Ich höre die Musik, die uns so gefällt. Ich werde immer trauriger, je mehr ich darüber nachdenke. Ich weine. Muss mich ablenken, irgendetwas anderes machen. Nicht so egoistisch sein. Es geht um ihn, nicht um mich. Ich muss einen Schritt zurückgehen. Meine Gefühle hinten anstellen. Es geht hier nicht um mich. Sondern um ihn.

Es würde nie mehr so werden, wie es jetzt ist. Und doch wäre es besser für mich. Für ihn. Für uns alle. Ich weiß doch, dass das nicht nur mich beschäftigt. Denkt er auch so darüber nach, wie ich? Weiß er, was ich fühle? Würde er mir zuliebe bleiben? Oder mir zuliebe gehen?

I had a dream. I got everything I wanted…

Der Song fließt durch mich durch. Ich muss nur an ihn denken. Warum kann ich nicht anders fühlen? Warum kann ich nicht weniger fühlen? Warum denke ich da so viel darüber nach?

I tried to scream. But my head was under water…

Was würde ich dafür geben, wenn er erkennen würde, was ich fühle. Wenn er sehen würde, wie es mir geht. Wenn er wissen würde, dass nicht alles okay ist. Dass ich nur nach außen hin so tue als ob. Dass ich vor ihm niemals weinen würde. Weil ich denke, dass ich stark sein muss.

Aber warum eigentlich? Für wen sollte ich stark sein? Tat es nicht gut, als ich letztens meine Gefühle herausgelassen habe? Als ich auch vor anderen mal richtig weinen konnte? Als meine Freunde mich aufgefangen haben?

Aber das hast du nicht mitbekommen. Du warst nicht da. Du weißt nicht, wann es mir schlecht geht. Auch wenn ich nur wenige Meter von dir entfernt bin. Bin ich dir egal? Oder verstecke ich es doch so gut?

Ich muss davon wegkommen… Es tut mir nicht gut, macht mich kaputt… Weil ich alles in mich reinfresse…

Bis bald, deine

Angela ❤

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