„Ich sehe mich noch nicht wirklich als Künstlerin.“ – Ein Interview

Nach dem Gastbeitrag von Florian vor ein paar Tagen, habe ich noch jemanden aus den Reihen von optixsociety, den ich euch vorstellen möchte. Ich habe ein Interview mit der 14-jährigen Schauspielerin Helena Strasser geführt. Sie hat nicht nur eine schauspielerische Ausbildung genossen, sondern hat auch noch Klavier- und Gesangsunterricht und hat mal Ballett getanzt. Sie hat auch schon ziemlich viel Bühnenerfahrung bei Festspielen, in der Oper, bei Gesangsauftritten und in einem Film gesammelt. In diesem Interview geht es um ihre Erfahrungen als Künstlerin und um ihre Schauspielkarriere.

Wie kamst du überhaupt zum Schauspielern?

Schon als Kind nahmen mich meine Eltern und Großeltern zu Aufführungen ins Burgtheater oder in die Josefstadt mit. Ich glaube, dadurch entwickelte sich schon früh die Lust, selbst Theater zu spielen. Nach Kursen und Workshops in Kindertheatergruppen folgten mehrere sehr nette Kinderstatisterie-Rollen an der Wiener Volksoper. Mit 9 bestand ich ein Casting für die Rolle des ‚Christopherl‘ in ‚Alpenkönig und Menschenfeind‘ von Ferdinand Raimund und spielte dann 3 Sommer lang im Theater in Reichenau an der Rax kleinere, aber interessante Rollen.

Erzähl doch ein bisschen darüber, was das derzeitige Filmprojekt ist und welche Rolle du darin übernimmst.

Bei dem Projekt handelt es sich um die Verfilmung des Romans ‚Keinen Schritt zurück!‘ von Florian Juterschnig (unter dem Pseudonym ‚Plinius von Hohenstein‘). In dem dramatischen Kriegsgeschehen werde ich in einer kleineren aber interessanten Rolle die Marie verkörpern.

War / Ist es für dich in der Schule oder im privaten Umfeld schwierig als Künstlerin? Bzw. wie wird dein Leben aufgenommen?

Zunächst: ich sehe mich noch nicht wirklich als Künstlerin. Schwierigkeiten im Zuge meiner Bestrebungen erfahre ich weder im privaten noch im schulischen Bereich. Meine Familie steht mir unterstützend zur Seite und im Gymnasium der Dominikanerinnen, welches ich besuche, kommen mir Direktion und Lehrkörper sehr wohlwollend entgegen.

Hast du im Allgemeinen manchmal das Gefühl, dass es als Schauspielerin oder Künstlerin schwierig ist, in der Gesellschaft ernst genommen zu werden?

Nein, ich habe den Eindruck, dass in unserem kulturell doch recht hochstehenden Land Schauspieler und andere Künstler von einem großen Teil der Bevölkerung recht positiv gesehen und gewürdigt werden.

Wenn du dir eine Film- / Serienrolle aussuchen dürftest (egal ob alt oder neu), welche würdest du gerne spielen und warum?

Natürlich hätte ich in unserem Film gerne die Hauptrolle der ‚Maggy‘ gespielt. Doch meine Freundin Katharina Felzmann machte das Rennen – eine sicherlich ausgezeichnete und erfolgreiche Besetzung für diese große und anspruchsvolle Rolle. Ich wünsche Kathi das Allerbeste! Generell: ich bemühe mich, jede Rolle – groß oder klein – zu ‚meiner Rolle‘ zu machen.

Was ist dein größter Traum bzw. was ist dein Ziel im Leben, das du versuchst zu erreichen?

Mein Leben ist voll von Träumen; welche davon ich dereinst in ein Ziel bringen werde, will ich in meinem Alter aber noch nicht munkeln. Was ich auf jeden Fall erreichen möchte: ein anständiger und für die Gesellschaft wertvoller Mensch zu werden.

Wie sieht ein klassischer Tagesablauf in deinem Leben aus, wenn du dich z.B. gerade auf eine Rolle vorbereitest?

Wenn ich mich auf eine Rolle vorbereite, versuche ich, sowohl ernst und konzentriert zu sein als auch heiter und locker. Die Zusammenarbeit mit den Schauspieler-Kollegen macht mir immer viel Freude.

Abschließend noch: Worin siehst du für KünstlerInnen das Problem während der Corona-Krise im Moment, bzw. hast du da Probleme schon am eigenen Leib erfahren?

Ich selbst habe unter der Corona-Krise bisher nicht wirklich gelitten. Es gab halt keine Castings, keine Aufführungsmöglichkeiten und unser Film erfuhr arge Verzögerungen. Generell aber sind Künstler und Künstlerinnen schon arg betroffen: keine Bühne, kein oder wenig Einkommen, Unsicherheit und Sorgen.

Ich bedanke mich nochmal bei Helena für das wirklich coole Interview. Ich wünsche ihr und allen anderen aus der Filmcrew, dass sie bald mit den Dreharbeiten anfangen können.

Bis bald, deine

Angela ❤

Bildquellen: pixabay, privat Helena Strasser, unsplash, pexels

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