Call Me By Your Name

„Later!“ The word, the voice, the attitude.

André Aciman (Call Me By Your Name)

Call Me By Your Name tells the story of a sudden and powerful romance that blooms between seventeen-year-old Elio and his father’s house guest Oliver over the course of a restless summer on the Italian Riviera. Currents of obsession and fear, fascination and desire threaten to overwhelm the lovers, who at first feign indifference to the charge between them. What ensues is a romance of scarcely six weeks‘ duration, yet an experience that will mark them for a lifetime. For what Elio and Oliver discover on the Riviera, and again during a sultry evening in Rome, is the one thing they both already fear they may never truly find again: total intimacy.

Endlich habe ich das Buch von André Aciman, Call Me By Your Name, fertiggelesen. Vor einem halben Jahr ungefähr habe ich es mir gekauft, dann immer wieder angefangen, weggelegt und erst Wochen später weitergelesen. Letztlich habe ich es zum dritten oder vierten Mal von vorn angefangen und doch zu einem Ende gebracht.

André Aciman

Mein bester Freund hat mir im Frühjahr diesen Jahres geschrieben: Ok. Filmempfehlung. Call me by your name. You’re welcome. Und dann noch: Ist speziell, aber gut.

Daraufhin habe ich mir den Film angeschaut, den es zu der Zeit noch bei Netflix gab (mittlerweile leider nicht mehr). Und seine Beschreibung hat wirklich gut gepasst. Die Geschichte ist speziell, aber wirklich gut. Daraufhin haben wir uns dann beide das Buch auf Englisch gekauft. Er hat es innerhalb von wenigen Tagen gelesen und ich innerhalb von einem halben Jahr.

Irgendwie habe ich mich dieses Jahr bis jetzt nicht wirklich dazu aufraffen können, viel zu lesen neben den Büchern, die ich sowieso für mein Studium lesen muss. Aber seit ein paar Tagen lese ich wieder mehr und so habe ich auch endlich Call Me By Your Name fertig bekommen.

Aber jetzt zum Buch: Ich liebe es! Ich fand den Film schon echt gut (vor allem sehr gut besetzt) und den Soundtrack dazu auch. Aber das Buch toppt nochmal alles.

Ich habe, glaube ich, noch nie ein derart poetisches und sprachlich künstlerisches Buch gelesen wie das hier. André Aciman hat einen einzigartigen Schreibstil und ich kann nur jedem empfehlen, seine Werke auf Englisch zu lesen, weil höchstwahrscheinlich viel von seiner Poesie bei der Übersetzung verloren geht.

Die Geschichte ist aus der Sicht des 17-jährigen Elio geschrieben. Er verbringt seinen Sommer mit seinen Eltern in ihrer Villa in Italien, wo sie jedes Jahr für sechs Wochen auch einen Gast aufnehmen, der dort umsonst wohnen und an seinen Werken arbeiten kann. Oliver, der Sommergast, um den es geht, kommt aus den USA und unterrichtet an der Columbia. Er ist bei Elios Familie, um an seinem Buch über Heraklit zu arbeiten.

Anfangs hält Elio nicht viel von ihm, doch ihre Beziehung entwickelt sich. Erst zu einer Freundschaft und dann auch zu mehr. Doch dieses mehr ist als junger Jude im Italien der 1980er Jahre nicht einfach zu verstehen, geschweige denn, auszuleben. Und doch wird Elio wie magisch von Oliver angezogen. Sie verbringen einen unvergesslichen Sommer zusammen, doch dann muss jeder wieder seiner Wege gehen. Und Jahre später ist das Verhältnis der beiden schwierig geworden.

Wie schon gesagt, ist das Buch sehr poetisch geschrieben, aber auch sehr direkt. Die Sex-Szenen bzw. die imaginierten sexuellen Szenen sind eingehend beschrieben und verursachen detailliertes Kopfkino. Doch genau das macht die Geschichte so greifbar. Man versteht Elios Problem. Man erkennt das Gefühlschaos, das Olivers Verhalten bei ihm auslöst.

Die Charaktere in der Geschichte sind alle sehr vielschichtig und ich hätte am liebsten über jeden einzelnen ein eigenes Buch. Am besten gefällt mir das Mädchen Vimini, die neben Elio und seiner Familie wohnt. Deshalb finde ich es auch sehr schade und absolut nicht nachzuvollziehen, warum sie im Film gar nicht auftaucht. Für mich ist sie nach Elio und Oliver eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte. Gewissermaßen eine Schlüsselfigur. Aber auch das Ende wurde für den Film stark verändert, was ich wiederum schade finde.

Trotzdem kann ich sowohl den Film als auch (und vor allem) das Buch nur weiterempfehlen.

Viel Spaß beim Lesen und bis bald, deine

Angela ❤

Bilderquellen: privat, wikimedia, unsplash

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